Abbrandsteuerung

automatische Verbrennungsluftsteuerung zur Optimierung der Verbrennung


Abgas

gasförmiges Verbrennungsprodukt


Abgastemperatur

Temperatur des Abgases vor dem Eintritt der Abgase in den Schornstein


Anheizen

Vorgang bzw. Phase vom Anzünden des Brennstoffes bis zu einer stabilen Verbrennung


Anheizklappe

Kurzschlussklappe oder -schieber, vorwiegend bei Kachelöfen mit keramischen Zügen erforderlich, wenn ungünstige Umstände dazu führen dass der Schornsteinzug in der Anheizphase noch nicht stark genug ist.


Außenluft

Verbrennungsluft, die von außen direkt über eine Luftleitung in die Feuerstätte geleitet wird


Asche

Verbrennungsrückstände in der Feuerung


BImSchV

Bundes-Immissionsschutzverordnung: regelt unter anderem die zulässigen Grenzwerte für den Ausstoß von Feinstaub und Kohlenmonoxid bei Feuerungsanlage für feste Brennstoffe.


Brennholz

Scheitholz, unbehandeltes Holz, geschnitten und gespalten. Geeignet zur Verbrennung sind alle Holzarten mit eine Restfeuchte von max. 25 %. Optimal ist eine Restfeuchte von 15-20 %. Bei harten Holzarten, wie z.B. Eiche, ist darauf zu achten, das die Scheite nicht zu dick sind, um eine ausreichende Verbrennungsgeschwindigkeit zu erreichen.


Brennraum

Der Brennraum dient der Aufnahme des Brennstoffes. Ebenso wird hier der Sauerstoff mit den Brenngasen durchmischt. Die Brennraumgestaltung hat einen wesentlichen Einfluss auf die Verbrennungsqualität. Aufgrund der hohen Temperaturen werden hier besondere Anforderungen an die Sicherheit gestellt


Drosselklappe

Drosselklappen werden in das Verbindungsstück zwischen Feuerstätte und Schornstein eingebaut. Hiermit kann ein eventuell zu starker Schornsteinzug gedrosselt werden, um den Wirkungsgrad der Feuerstätte zu erhöhen. Drosselklappen dürfen aus Sicherheitsgründen max. 75% des Rohrquerschnitts verschließen.


Einzelraumfeuerungsanlage

Eine Feuerungsanlage, die vorwiegend der Beheizung eines einzelnen Raumes dient. Wenn eine Feuerungsanlage mehrere Räume beheizen kann, wird sie zur Zentralheizung. Das kann dazu führen, das sie nach den Vorgaben der BImschV. messpflichtig wird.


Emission

Ausstoß von Abgasen in die Umwelt, die Wasser, Boden oder Luft verschmutzen.


Externe Verbrennungsluftversorgung

Die Verbrennungsluft wird über eine dichte Leitung direkt in die Feuerstätte eingeführt. Die Feuerstätte entnimmt dem Aufstellraum keine Luft zur Verbrennung. Die Feuerstätte muss dafür geeignet sein. Die Zuluft kann direkt von außen, durch eine Kellerdecke oder über einen geeigneten Schacht von oben zugeführt werden.


Falschluft

Als Falschluft bezeichnet man die Luft, die zu einem kontrollieren Luftstrom zusätzlich hinzutritt. Das kann neben einem erhöhten Energieaufwand und Leistungsminderung auch Umweltschäden verursachen und die Feuerstätte beschädigen.


Feinstaub

Feinstaub ensteht, wenn sich kleinste Partikel eines Feststoffes lösen, z. B. durch Feuer. Diese Partikel können sich durch Wind frei verteilen und je nach Wetter kilometerweite Strecken zurücklegen. Da der Feinstaub durch Einatmen direkt in die Lungenschleimhaut eindringen kann, ist er sehr gesundheitsschädlich. Häufig weist er auch giftige Bestandteile auf.


Festmeter

Unter dem Festmeter versteht man ein Raummaß für Rundholz. Ein Festmeter entspricht einem Kubikmeter fester Holzmasse ohne Zwischenräume in der Schichtung.


Füllmenge

Die Füllmenge ist die Menge Brennstoff, die vom Hersteller angegeben und abgestimmt ist zwischen Feuerraum und Ofensystem.


Glut

Glut entsteht beim Verbrennen von Holz, wenn keine gasförmigen Stoffe mehr aus dem Brennstoff entweichen, die eine Flammenbildung ermöglichen, das Holz also entgast ist.


Grundofen

Der Grundofen ist die ursprünglichste Kachelofenbauart, die vorwiegend aus mineralischen Baustoffen vor Ort handwerklich errichtet wird. Ein reiner Grundofen ist ein Ofen, in dem das Holz auf dem Grund, also auf dem Boden des Brennraumes in der eigenen Asche verbrannt wird. Seine Wärme wird durch Strahlung verteilt, die als besonders angenehm empfunden wird. Durch die lange Aufheizzeit bleibt der Ofen länger warm wodurch weniger Holz verbraucht wird.



Heizfläche

Hierbei handelt es sich um die Oberfläche der Feuerstätte, die durch die Befeuerung erwärmt wird. Die Dauer der Wärmeabgabe hängt von der Bauart ab.


Heizgas

Abgase, die sich in der Feuerstätte befinden und noch Energie abgeben.


Heizkamin

Heizkamine sind Kamine mit Glasscheibe, über die der Abbrand beobachtet werden kann. Sie werden direkt an den Schornstein angeschlossen, haben einen hohen Wirkungsgrad, eine schnelle Wärmeabgabe und sind emissionsarm.


Heizlast

Die Heizlast setzt den Wärmebedarf fest, der benötigt wird, um eine bestimmte Raumtemperatur zu halten.


Heizleistung

Die Heizleistung ist eine Größeneinheit bei Wärmeerzeugern, die in Kilowatt angegeben wird.


Hypokaustenofen

Beim Hypokaustenofen zirkuliert die warme Luft durch natürliche Thermik im geschlossenen Warmluftsystem. Durch die mit Naturstein oder Kacheln verkleideten Kanäle kommt es zu einer angenehmen, langanhaltenden Strahlungswärme.


Kachelofen

Der Kachelofen hat seinen Namen von der meist glasierten Keramikkachel auf seiner Oberfläche. Ein Ofen darf Kachelofen heißen, wenn seine Oberfläche zu mehr als 55% aus Kachelkeramik besteht.


Kamineinsatz

Meist auf Maß angefertigte, geschlossene Feuerung mit Glasscheibe zum nachträglichen Einbau in offene Kamine.


Keramische Züge

Dies sind aus keramischem Material (in der Regel Schamotte) bestehende Rauchgaskanäle eines Ofens. Sie werden individuell vor Ort gebaut und müssen berechnet werden.


Kesseltechnik

Bei der Kesseltechnik (im Ofenbau) wird ein Teil der gewonnenen Wärme nicht in den Wohnraum, sondern über einen Wärmetauscher zur Zentralheizung geleitet, um heißes Wasser zu erzeugen


Kombiofen

Der Kombiofen verbindet die Eigenschaften eines Warmluftofens mit dem Nutzen eines Speicherofens. Ein freistehender gusseiserner Brennraum erzeugt Warmluft, die Heizgase werden jedoch durch keramische Züge geleitet, wodurch eine kurze Aufheizphase mit langanhaltender, gleichmäßiger Wärmeabgabe entsteht.


Konvektionswärme

Kühle Raumluft strömt im oder am Ofen entlang, erwärmt sich an aufgeheizten Oberflächen. Die Wärmeabgabe in den Raum erfolgt direkt über die aufgeheizte Luft.


Metallische Züge / Nachheizkasten

Nachgeschaltete Heizfläche als Luftwärmetauscher innerhalb eines Kachelofens.


Nebenluft

Gewolltes Einbringen von Luft in den Abgasstrom, zB. über einen sogenannten Zugregler. Damit kann unerwünscht hoher Schornsteinzug reguliert werden oder Feuchtigkeitsausfall in der Abgasanlage vermieden werden. Diese Luft nimmt nicht an der Verbrennung teil.


Offener Kamin

Der offene Kamin hat einen direkten Anschluss an den Schornstein. Wegen seiner geringen Wärmeleistung, die im Wesentlichen nur über Wärmestrahlung aus dem Feuer erfolgt, dient er hauptsächlich der Atmosphäre. Er ist nicht zum Heizen der Wohnung geeignet und zugelassen.


Nachheizfläche

Abgasdurchströmter Wärmetauscher hinter der Feuerung. Kann aus keramischen Zügen, Stahlblech oder Gusseisen bestehen.


Nennwärmeleistung

Die Nennwärmeleistung ist die höchste von der Feuerstelle an abgegebene Wärmemenge.


Pellets

Pellets sind Presslinge aus Restholz und Späne, die umweltgerecht und ohne umweltbelastende Verbindungsstoffe hergestellt werden.


Primärluft

Verbrennungsluft, die dem Brennstoff direkt zugeführt wird.


Pufferspeicher

Warmwasserspeicher zur Aufnahme nicht direkt benötigter Wärme aus einem wasserführenden Ofen. Ist bei der Kesseltechnik unverzichtbar um eine saubere Verbrennung von festen Brennstoffen zu erreichen.


Rauchgas

Rauchgase entstehen bei der Verbrennung.


Raumluftabhängige Feuerstätte

Diese Feuerstätte entnimmt die Verbrennungsluft dem Aufstellraum.


Raumluftunabhängige Feuerstätte

Die Verbrennungsluft wird über eine dichte Leitung direkt in die Feuerstätte eingeführt. Die Feuerstätte entnimmt dem Aufstellraum keine Luft zur Verbrennung. Feuerstätten mit einer Zulassung vom DIBT dürfen ohne Sicherheitseinrichtungen in Kombination mit Raumlüftungsanlagen betrieben werden. Das gilt nicht für Dunstabzugshauben!


Schamotte

Schamotte ist ein natürlicher, hitzebeständiger Werkstoff für Speichermasse und Brennraum.


Scheibenspülung

Die Scheibenspülung (Luftspülung) sorgt dafür, dass die Sichtscheibe von den meisten Rußablagerungen frei bleibt. Dies wird erreicht, indem die Verbrennungsluft vorgeheizt und an der Scheibe entlang dem Brennstoff zugeführt wird. Dadurch berühren die Rauchgase die Scheibe nicht, die Scheibe bleibt länger sauber.


Schornstein

Der Schornstein dient dem sicheren Abführen von Rauchgasen. Der Innendurchmesser muss auf die Feuerstätte angepasst sein um die Funktion zu gewährleisten. Er muss auch so beschaffen sein, dass bei einem Rußbrand im Inneren kein Schaden entstehen kann.


Schornsteinsanierung

Einbau eines Innenrohres in einen bestehenden Schornstein. Dient der Anpassung des Schornsteininnendurchmessers an die Feuerstätte oder um Bauschäden im Inneren zu reparieren.


Schornsteinzug

Warmluft verfügt über eine geringere Dichte und steigt somit in der kalten Luft des Schornsteins nach oben, was einen natürlichen Saugeffekt auslöst. Aufgrund der Thermik oder Druckdifferenz steigen die Rauchgase nach oben und durch den Schornstein nach außen. Dadurch entsteht ein Unterdruck, auch Schornsteinzug genannt, der dafür sorgt, dass neue Kaltluft angesaugt wird und dem Verbrennungsvorgang somit ständig neue frische Luft zugeführt wird.


Sekundärluft

Wird innerhalb der Feuerstätte den Brenngasen beigemischt um eine Nachverbrennung zu ermöglichen. Dadurch werden weniger Schadstoffe freigesetzt und der Wirkungsgrad der Feuerstätte erhöht sich.


Speicherdauer

Ist die Zeit, die eine Feuerstätte nach dem abgeschlossenen Abbrand noch Wärme abgibt. Die kann bei Grundöfen je nach Bauweise mehr als 12 Stunden betragen.


Speichermasse

Die Speichermasse dient dazu, Wärmeenergie zu speichern und verzögert wieder abzugeben. Bei Kachelöfen wird die Wärme über keramische Züge verzögert wieder abgegeben. Bei Kesselgeräten wird ein Pufferspeicher verwendet, wo das erzeugte Heizwasser zwischengelagert wird.


Strahlungswärme

Strahlungswärme sind die langwelligen Infrarotstrahlen, die von der Speichermasse abgegeben werden. Speicherkamine und Grundöfen geben aufgrund ihrer Masse die milde, langanhaltende Strahlungswärme über einen längeren Zeitraum ab, die mit der Wärme der Sonne zu vergleichen ist.


Thermische Ablaufsicherung

Sicherheitseinrichtung bei wasserführenden Öfen, die den Ofen bei Überhitzung zwangsweise mit Wasser abkühlt.


Verbrennungsluft

Die Verbrennungsluft wird dem Brennstoff zur Verbrennung zugeführt.


Wärmebedarf

Der Wärmebedarf wird in Kilowatt angegeben. Er gibt an, wieviel Energie ein Raum oder ein Haus stündlich benötigt, um die gewünschte Raumtemperatur zu halten.


Warmluftofen

Warmluftöfen sind Kachelöfen oder Heizkamine mit geringer Speichermasse. Die freigesetzte Energie wird sofort in Heizleistung umgesetzt und als Konvektionswärme über Gitter in den Raum abgegeben.


Wirkungsgrad

Der Wirkungsgrad beschreibt das Verhältnis zwischen zugeführter Energiemenge und Wärmemenge, die dem Raum zugeführt wird. Die Verluste entstehen z.B. über die nicht mehr genutzten Abgase in den Schornstein. Diese sind aber zur sicheren Funktion notwendig!


Zug

siehe: Schornsteinzug, keramische Züge